Mediation bei Gestaltung und Nutzung der Umwelt
Kennen Sie solche Situationen? Im ländlichen Raum wird ein Verkehrsprojekt, der Bau eines Einkaufszentrums oder die Errichtung einer Mülldeponie geplant. Wenn sich die Konflikte zwischen Bürgern, Behörden und Investoren zuspitzen, werden kostspielige Gerichtsprozesse geführt, deren Ausgang schwer absehbar ist und an deren Ende es neben Siegern und Verlierern einen Berg zerschlagenen Porzellans gibt.
Hätten sich hingegen alle Interessengruppen frühzeitig gemeinsam an einen Tisch gesetzt, um strukturiert über das Ob und Wie des Projekts zu verhandeln, wäre ein allseits akzeptabler Interessenausgleich möglich gewesen.
Mediatoren helfen bei der Erarbeitung eines Interessenausgleichs, indem sie moderieren, zwischen den Beteiligten vermitteln und diese darin unterstützen, ihre jeweiligen Interessen effektiv zur Geltung zu bringen.
Um in umweltrelevanten Mediationsverfahren einen konstruktiven Dialog zu gewährleisten, arbeite ich nach den Standards des Fördervereins Mediation im öffentlichen Bereich e.V., die u.a. folgende Grundsätze enthalten:
- Mediationen sind ergebnisoffen und dienen nicht der Akzeptanzbeschaffung für ein Vorhaben.
- Die Teilnahme an der Mediation steht allen Konfliktbeteiligten offen.
- Die Teilnahme am Verfahren ist freiwillig.
- Alle Beteiligten sollen einen unbeschränkten Zugang zu den entscheidungserheblichen Informationen haben und nutzen.
- Die Konfliktbeteiligten nehmen selbstbestimmt ihre Interessen wahr und vertreten diese innerhalb des Verfahrens.
- Mediationen sind vertraulich. Eine Weitergabe von Informationen, die innerhalb des Verfahrens erlangt wurden, ist nur bei ausdrücklicher Zustimmung des jeweiligen Betroffenen gestattet.
- Die Schaffung wechselseitigen Verstehens ist zentral für die Mediation.